Grundsätzlich lassen sich Immobilien nicht einfach verschenken. Ähnlich wie beim Vererben die Erbschaftssteuer, fällt beim Verschenken von Immobilien eine Schenkungssteuer an. Dabei ist die Höhe der Schenkungssteuer einerseits vom Verwandtschaftsgrad und andererseits vom Wert der Immobilie abhängig.

In diesem Beitrag wollen wir wichtige Fragen zum Thema Schenkungssteuer bei Immobilien beantworten: Ab wann greift eine Schenkungssteuer? Kann man die Schenkungsteuer umgehen?

Eine Immobilie verschenken – ab wann wird eine Schenkungsteuer Immobilien fällig?

Um die Erbschaftssteuer bei Immobilien zu sparen, wird in vielen Familien über eine Immobilienschenkung nachgedacht. Dabei lässt sich in der Tat die Erbschaftssteuer umgehen, jedoch ist dann nach deutschem Recht eventuell eine Schenkungssteuer zu berücksichtigen.

Diese Schenkungssteuer ist in Deutschland der Erbschaftssteuer ähnlich, allerdings lassen sich hier meist einige interessante Steuervorteile erzielen.

Grundsätzliches zur Schenkungssteuer bei Immobilien

Eine Schenkungssteuer bei einer Immobilie greift immer dann, wenn es sich um eine unentgeltliche Übergabe der Immobilie handelt. Dabei ist die Höhe der Schenkungssteuer u. a. von der Nutzungsart, dem Wert der Immobilie und dem Verwandtschaftsgrad des Beschenkten abhängig.

Wird eine Immobilie vom Beschenkten nicht selbst bewohnt, so fällt die Schenkungssteuer in jedem Fall an. Der Wert der Immobilie sollte von einem unabhängigen Gutachter ermittelt werden.

Freibeträge bei der Schenkungssteuer Immobilien nutzen

Beschenkte in Deutschland, die ein Geschenk von hohem Wert erhalten, können vom Gesetzgeber vorgesehene Freibeträge geltend machen, die alle 10 Jahre wieder in Anspruch genommen werden können. Dabei lassen sich bemerkenswerte Steuervorteile realisieren und die Steuerlast kann durch eine wiederholte Inanspruchnahme der Schenkungsteuer Freibetrag 10 Jahresfrist evtl. auf einen marginalen Beitrag reduziert werden.

Gerade bei einer Immobilienschenkung kann dies zu hohen Steuerersparnissen führen. Dabei vermeidet man eine Abgabe erheblicher Teilwerte der Immobilie an die Steuer, wenn man versteht die Freibeträge sinnvoll auszuschöpfen.

Steuerfreiheit bei Schenkungen und Erbe für nahe Verwandte

Gerade im engsten Familienkreis kann man oft die Schenkungssteuer umgehen durch sehr hohe Freibeträge, die der Gesetzgeber einräumt. Nach dem Verwandtschaftsverhältnis kann ein überlebender Ehepartner einen Freibetrag in Höhe von 500.000 Euro geltend machen und Kinder bzw. auch Stiefkinder können jeweils bis zu 400.000 Euro steuerfreie Geschenke erhalten und somit auch einen Freibetrag geltend machen.

Dabei sind diese Freibeträge sowohl für eine Erbschaft als auch für eine Schenkung gültig. Jedoch kann nur bei der Schenkung der Freibetrag nach 10 Jahren wiederholt in Anspruch genommen werden durch die Schenkung Freibetrag 10 Jahresfrist. Außerdem fällt für eine Immobilie, die der Beschenkte selbst bewohnt, in der Regel keine Schenkungssteuer an.

Die Immobilienbewertung zur Ermittlung der Schenkungssteuer

Wird eine verschenkte Immobilie verkauft oder vermietet kann, je nach Wert der Immobilie, eine Schenkungssteuer anfallen. Deshalb muss hier der Immobilienwert ermittelt werden, um ggf. eine fällige Schenkungssteuer errechnen zu können. Dabei können verschiedene Bewertungsverfahren in Betracht kommen, je nachdem, wie ein Grundstück bebaut wurde. Geregelt ist dies im sogenannten Bewertungsgesetz § 182.

Bei einer Immobilienschenkung muss das Finanzamt von der Übergabe informiert werden, da es für die Wertermittlung zuständig ist. Für den Fall, dass das Finanzamt den Wert einer Immobilie zu hoch ansetzt, kann man Widerspruch einlegen und selbst einen Gutachter mit der Wertermittlung beauftragen.

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  • (Beitragsbild: schenkungssteuer-erbschaftssteuer-immobilien-finanzen): © Capri23auto / Pixabay.com