Wer in seinem Leben etwas erreichen – Karriere machen – will, setzt sich ein großes Ziel. Das ist prinzipiell richtig, doch es kann Momente geben, in denen dieses gigantische Vorhaben unerreichbar scheint. Schnell kommt dann der Gedanke auf, das Ziel insgesamt zu verwerfen. Das ist falsch, sagen Experten. Vielmehr solle man das große Karriereziel in Teilziele splitten, um länger motiviert zu bleiben.

Perspektivenwechsel hilft bei der Karriere

Nicht nur für die allgemeine Lebensplanung, auch für einzelne Großprojekte im Berufsleben wie die Beförderung, ein Zusatzstudium, der Wechsel des Arbeitgebers oder einfach riesige Fachprojekte kann einem Berufstätigen die Puste ausgehen. Das könnte zu längerfristigen Motivationsproblemen führen. In diesem Moment hilft der Perspektivenwechsel, der unter anderem erreichbare Teilziele definiert. Vor der großen Aufgabe starten wir alle motiviert durch. 

Die Flaute beginnt häufig in der zeitlichen oder auch logistischen Mitte des Projekts. Das ist übrigens allgemein bekannt, weshalb beispielsweise Medizinstudenten in der Mitte ihres Studiums das sehr schwere Physikum absolvieren müssen. Wer das geschafft hat, gibt kaum noch auf. Der nachlassende Ansporn in dieser Phase hat damit zu tun, dass der Projektant nun schon weiß, wie schwierig die Aufgabe ist. Er kennt inzwischen gut die gigantischen Herausforderungen, die noch vor ihm liegen, und überlegt daher ernsthaft, ob er sie annehmen soll. Das Definieren von Teilzielen jedoch macht die Sache deutlich leichter.

Expertenrat zur Motivation

Auf den genannten Mechanismus geht unter anderem Prof. Ayelet Fishbach (Fachgebiet Verhaltenswissenschaften) im Harvard Business Manager vom April 2019 ein. Demnach lässt sich durch das Erreichen einzelner Teilziele der berüchtigte Motivationseinbruch vermeiden. Wenn aber jemand schon im Motivationsloch steckt, sollte er (sie) die Perspektive auch dahingehend wechseln, dass man sich das Erreichte anschaut. Die Ergebnisse können immerhin beträchtlich sein. 

Gerade deshalb bürdet man den Medizinstudenten das sehr schwere Physikum auf, dessen fachliche Inhalte sie für ihre spätere Tätigkeit als Arzt nur sehr begrenzt benötigen. Doch sie wissen nach dem Bestehen der komplexen Zwischenprüfung, dass sie “es können”. Dieser Mechanismus funktioniert auch bei beruflichen Einzelprojekten, so Prof. Fishbach.

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