Die Niedrigzinsphase schlägt Sparern aufs Gemüt. Wer Geld auf ein Sparbuch, Tagesgeldkonto und selbst auf ein Festgeldkonto legt, verliert dabei durch die Inflation vs. zu niedriger Verzinsung effektiv Geld. Doch es bleiben nach wie vor etliche Möglichkeiten, mit bloßem Sparen Zinsen zu verdienen.

Fondssparen

Neben relativ riskanten börslichen Möglichkeiten – etwa dem Trading von Hebelzertifikaten – bietet Fondssparen bzw. die Anlage in ETFs eine vergleichsweise risikoarme Variante des echten Sparens. In einem Fonds werden Assets thematisch gebündelt. Es könnte sich um Aktien eines Index’ handeln, aber auch eine Sortierung nach Branchen oder Regionen ist möglich. 

Ein Spezialfall ist der sehr günstig zu buchende ETF, der ohne oder mit einem nur sehr geringen Ausgabeaufschlag gehandelt werden kann. Die als Exchange Traded Funds bezeichneten Investmentfonds bilden eine Assetklasse oder auch einen Index passiv ab. Da das aktive Management entfällt, bleiben die Gebühren extrem niedrig. Daher lohnt es sich, monatlich eine kleine Summe in einen ETF zu investieren. Einige Anbieter ermöglichen eine monatliche Anlage von nur 50 Euro. 

Wo liegen die Risiken?

Die Gewinne können jährlich zwischen rund sechs bis 30 Prozent betragen, in Einzelfällen liegen sie deutlich darüber. Doch es kann auch Verluste geben, wenn etwa der Gesamtmarkt massiv schwächelt. Im Falle eines echten Crashs, den es schließlich von Zeit zu Zeit gibt, könnte das Portfolio auf vielleicht 20 Prozent seines Ursprungswertes zusammenschmelzen. Dennoch kann es sich über Jahre anschließend wieder erholen und schließlich doch Gewinne abwerfen. 

Wie so ein Szenario aussehen kann, lässt sich am deutschen Leitindex Dax besichtigen. Er verlor in der Finanzkrise 2007/2008 rund 60 Prozent seines Wertes, doch heute (April 2019) steht er rund 50 Prozent über dem Wert vor der Finanzkrise. Aussitzen hätte sich also gelohnt. Es ist allerdings möglich, für sich selbst einen mentalen Stopploss festzusetzen – zum Beispiel 20 Prozent unter dem Einstiegswert. Wenn dieser Barriere erreicht wird, kann der Anleger seine Anteile verkaufen. Vielleicht steigt er später deutlich günstiger wieder ein.

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